Mittwoch, 21.09.2011
BITKOM Forum "Agil vs. Industrialisierung - IT-Entwicklung am Scheideweg",
Frankfurt a.M.
Ein wichtiges Element agiler Methoden ist die Fokussierung auf die Wertschöpfung der Softwareentwicklung; in der Lean Production steht der Wertbegriff sogar im Zentrum des Vorgehens. Einsatzfähige Software ist dabei das wichtigste Fortschrittsmaß.
In der Welt der „klassischen“ Softwareentwicklung wurden hingegen Output und Wertbegriff lange vernachlässigt. Ansätze wie z.B. Function Points konnten sich aufgrund des hohen Aufwands nicht flächendeckend durchsetzen, Projekt- und Lieferantencontrolling erfolgen häufig nur mit Kennzahlen auf der Kostenseite. Unternehmen riskieren dadurch, ihre IT „kaputtzusparen“ und verschenken Potenzial zur Produktivitätssteigerung.
Der Vortrag zeigt, wie Output und Produktivität in der Softwareentwicklung und -wartung effizient mit Hilfe einiger weniger KPI gemessen werden können. Dabei kommen innovative Techniken, wie toolgestützte Redundanzermittlung, zum Einsatz. Die Kennzahlen erlauben eine wirksame Projekt- und Lieferantensteuerung, sowohl im agilen als auch im industrialisierten Umfeld. Verschiedene Konstellationen und Ansatzpunkte zur Steigerung der Produktivität werden anhand von realen Projektbeispielen diskutiert.
Referent
Jonathan Streit ist Software-Architekt bei der itestra GmbH. Er unterstützt namhafte deutsche Unternehmen bei der Steigerung von Produktivität und Qualität in der Software-Entwicklung, bei der Modernisierung und Effizienzoptimierung ihres IT-Portfolios und bei der Einführung von Kennzahlensystemen.

