Requirements Engineering

Unausgesprochene (?) Probleme, pragmatische Lösungen

Dienstag, 13.04.2010
Workshop Hot Spots der Software Entwicklung 2010, Technische Universität München

Die Anforderungsanalyse und das spätere Management der Anforderungen ist für den Erfolg von Software Projekten von herausragender Bedeutung. Zahlreiche Methoden, Forschungsvorhaben und Produkte von Herstellen widmen sich dieser Thematik und versprechen Verbesserungen in der Genauigkeit und Geschwindigkeit der Anforderungsanalyse. Wenngleich viele der vorgeschlagenen Werkzeuge und Methoden sicherlich hilfreich und sinnvoll sind, sind sie a) in kleineren und mittelständischen Unternehmen aufgrund knappen Budgets und starken Erfolgsdrucks nur bedingt umsetzbar und treffen b) nicht den Kern der Problematik des Requirements Engineerings. Beispiele aus der Praxis zeigen, dass häufig grundlegende, unausgesprochene Defizite, wie die mangelnde Ausrichtung auf Wertschöpfung, fehlende Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung und politische Interessen eine erfolgreiche Anforderungsanalyse verhindern. Hinzu kommt, dass die verbreitete Vorstellung, dass die Anforderungsanalyse und -dokumentation durch den Fachbereich selbst oder durch dessen Befragung durch die IT, erfolgt, aus diversen Gründen in der Praxis nicht tragfähig ist.

Aus diesen Beobachtungen wird offensichtlich, dass erfolgreiches Requirements Engineering eine wichtige Führungsaufgabe mit den Kernelementen informieren, entscheiden, durchsetzen und verantworten, darstellt. Dieses Rollenbild erfordert eine dedizierte Auswahl und Weiterbildung von Mitarbeitern für das Requirements Engineering analog zu der für Führungskräfte.

Inhalt des Vortrags

  • Was ist besonders an Requirements Engineering in und für KMUs?
  • Reale Herausforderungen – Erfahrungen und Anekdoten
  • Pragmatische Lösung: Führung

Referent

Dr. Markus Pizka ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der itestra GmbH.

Dr. Markus Pizka